Akademie für schulische Führungskräfte soll systematische Professionalisierung von Schulleitungen unterstützen

Düsseldorf. Schulleitungen nehmen Schlüsselpositionen im Bildungssystem ein. Sie tragen   Verantwortung für schulische Qualität, haben ein großes Aufgabenspektrum mit hohen Anforderungen und sind dabei mit ständig verändernden Erwartungen konfrontiert. In Deutschland werden Schulleitungen in der Regel aus den bestehenden Reihen der Lehrerinnen und Lehrer rekrutiert und in Studium und Referendariat nicht auf die Führungs- und Managementaufgaben vorbereitet. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Schulleitungen, angefangen von Verwaltungsaufgaben über Kooperationsarbeit bis hin zu digital Leadership, sind allerdings zu komplex, um sie nicht systematisch mit Fort- und Weiterbildung zu flankieren. Aus diesem Grund sind Qualifikation und kontinuierliche Professionalisierung von Schulleitung von höchster Relevanz.

Dies hat auch die designierte neue Bundesregierung erkannt und ihre Absicht zur systematischen Unterstützung von Schulleitungen im Koalitionsvertrag verankert. Bund und Länder sollen demnach eine gemeinsame Koordinierungsstelle Lehrkräftefortbildung einrichten, die bundesweit Fort- und Weiterbildungsangebote vernetzt, die Qualifikation von Schulleitungen unterstützt, den Austausch ermöglicht sowie die arbeitsteilige Erstellung von Fortbildungsmaterialien organisiert und fördert.

Die Wübben Stiftung ist bereits einen Schritt weiter. Auf der Grundlage ihrer langjährigen, praktischen Erfahrungen im Bereich Schulleitungsqualifizierung hat sie einen Vorschlag erarbeitet, wie eine systematische Professionalisierung von Schulleitungen konkret aussehen kann.

Das impaktlab der Wübben Stiftung veröffentlicht heute dazu ein Konzept für eine „Akademie für schulische Führungskräfte”. Dazu Dr. Markus Warnke: „Unsere Idee einer Akademie für schulische Führungskräfte basiert auf der Vorstellung und Forderung, Schulleitungen als das ernst zu nehmen, was sie sind bzw. sein sollten: Führungskräfte in einer Bildungsorganisation mit hohem Verantwortungsspektrum und breiter Reichweite. Offensichtlich ist die Zeit dafür nun reif.“

Die kontinuierliche Entwicklung jeder einzelnen Schulleiterin und jedes einzelnen Schulleiters soll der Idee nach sichergestellt werden, um diese in ihrer Rolle zu stärken. Als zentrales Element werden regelmäßige Beratungsgespräche mit im System verankerten professionellen Beratungspersonen angesehen, in welchen die persönlich-professionelle Entwicklung reflektiert, Ziele sowie Bedarfe geklärt und individuelle Fortbildungsmaßnahmen vereinbart werden. Dafür bzw. ergänzend sollten passgenaue, ineinandergreifende und qualitativ hochwertige Fortbildungsangebote zur Verfügung gestellt werden.

Dr. Hanna Pfänder, Leiterin des impaktlab der Wübben Stiftung erläutert: „Uns geht es darum, Impulse zu geben und die Entwicklungen im Sinne des beschriebenen Grundgerüstes anzustoßen. Wo immer Interesse besteht, bieten wir unsere Unterstützung an, gemeinsam mit Akteuren vor Ort im jeweiligen Bundesland an der Idee weiterzudenken. Unser Interesse ist es nicht als Dienstleister Parallelstrukturen aufzubauen.“

Auf einer übergeordneten Ebene kann und soll ein solches Professionalisierungssystem zur stetigen Verbesserung von Schulqualität, zu beruflicher Zufriedenheit und erhöhten Attraktivität der Schulleitungsposition im Allgemeinen beitragen.

Das Papier wurde im Rahmen des impaktlab der Wübben Stiftung entwickelt. Das Konzept für eine „Akademie für schulische Führungskräfte” finden Sie hier: https://www.impaktlab.de/wp-content/uploads/2021/12/WS_impaktlab-Konzeptpublikation.pdf

Das impaktlab versteht sich als Think- und Actiontank für Leitungshandeln an Schulen in Deutschland. Auf der Basis wissenschaftlicher Analysen und praktischer Erkenntnisse entwickelt das impaktlab Impulse für die systematische Unterstützung und Professionalisierung von Schulleitungen.

Weitere Informationen zum impaktlab stehen unter www.impaktlab.de zur Verfügung.

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen:​

Wübben Stiftung

Ansprechpartnerin für die Presse:

Wübben Stiftung

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